Storytelling schafft Glaubwürdigkeit

Um Glaubwürdigkeit zu erzeugen, ist es notwendig, Beispiele dafür parat zu haben. Viele sprechen dabei von Storytelling. Sie müssen ihre Geschichte erzählen. Sie müssen eine Story haben. Es werden gefühlt nur mehr Geschichten erzählt. Im Marketing, auf Bühnen, in Präsentationen. Ist das wirklich so? Nein. Wenige schaffen es, zu zeigen, wie Sie eine Story selbst anwenden, aufbauen und vor allem erfolgreich einsetzen. Ein lustiges Bild und ein Spruch darauf sind noch lange keine Story. Ein nacherzähltes Zitat ist ein Zitat eines anderen Mensch. Keine Story. Vieles wird mittlerweile unter dem Deckmantel „Storytelling“ verkauft.

Dabei wollen Menschen Vergleiche dafür haben, um das, was Sie behaupten, zu verstehen und um sich sprichwörtlich ein Bild davon machen zu können, ob Sie damit auch vertrauenswürdig sind. Wie wahr Aussagen sind. Storytelling bietet eine ideale Möglichkeit, eine ehrliche Kommunikation zu betreiben. 

Nicht Sie, sondern Ihre Kunden sind dafür die idealen Protagonisten, die dabei dafür dienen, ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Sprechen Sie aus der Kundensicht davon, wie diese zu Ihnen gekommen sind, warum Sie zusammenarbeiten und welche Hürden und Einwände dafür genommen wurden. Zusammen mit Wirtschaftlichkeit ist es ein mächtiges Instrument.

Im Sinne von show me, don´t tell me, habe ich Ihnen aus dem Gedächtnis heraus eine Story aus meinem Alltag zusammengefasst, wie ich Vertrauen in einem Gespräch damit aufgebaut habe. Entscheiden Sie selbst, wie sich diese kurze Geschichte auf meine Glaubwürdigkeit ausgewirkt hat. 

 

Das Telefonat

Vor ein paar Tagen rief mich eine Frau an. Sie war von der Personalabteilung und wollte wissen, was es so mit Storytelling in der Kommunikation auf sich hat. Sie wollte mehr über das Thema wissen. Vorfühlen, ob dies auch in ihrem Unternehmen Sinn machen könnte.

Ich sagte ihr darauf Folgendes: „Wir erzählen jeden Tag Geschichten. Der Unterschied zwischen Geschichten, die Sie vermutlich kennen und guten packenden Stories liegt darin, dass die einen einfach eine Geschichte erzählen und die anderen Heldengeschichten. Stories, die Sie mit auf eine gedankliche Reise nehmen. Im Moment sind Sie meine Heldin. Weil Sie das Telefon in die Hand genommen haben und damit vermutlich ihre Komfortzone verlassen haben. Habe ich recht?“

Die Frau am anderen Ende sagte darauf: „So gesehen haben Sie Recht. Ich rufe nicht jeden Tag wegen fachfremder Themen an. Aber warum bin ich eine Heldin?“

Ich antwortete: „Helden verlassen ihre Komfortzone. Somit Sie Sie jetzt meine Heldin. Sie wollen mehr über Storytelling wissen?“

Sie darauf: „Ja, gerne. “ 

 

Die Story

Ich darauf: „Dann erzähle ich Ihnen dazu am besten eine Geschichte. Es ist jetzt drei Jahre her. Neue Mail im Postfach. Damals hatte ich sogar noch den Ton dazu an. Das Geräusch des Aufpoppens einer neuen Mail ertönte. Damals schrieb mich ein Unternehmen an und wollte neue Wege im Marketing und Verkauf gehen. Jeden Tag arbeiteten sie dort mit denselben Gesprächsleitfäden und Bestellformularen. Viele gleiche Abläufe und standardisierte Vorgehen. Ein großer Blumenhändler. Blumen. Schöne Blumen. Im Business ein reines Zahlenspiel. Verkäufer und Einkäufer. Die Einkäufer kenne die Verkäufer meist wenig. Ein reines Zahlenspiel wie gesagt. Mengen, die umgesetzt werden. Dabei sind Blumen eine ideale Quelle für tolle Stories. Und genau das haben wir dann gemacht.

Den Bedarf geweckt, indem wir zu jeder Blumensorte eine kurze Geschichte erzählt haben. Sinne angesprochen haben, den Duft, die Farben. Sogar über die Erde und wo diese herkam. Über die Mitarbeiter, die sich um die Blumen gekümmert haben. Über die Mühen, die dahinterstecken und die Freuden, wenn aus Samenkörner Rosen werden. Dass die Blumen jetzt ein zu Hause suchen, welches ihrem Status und Preis entsprechen. Viele Alltagsgeschichten wurden gesammelt, ausgewertet und in unterschiedlichen Formaten und Formen eingebaut. In den Bestellkatalog kam Stories, zu den Preisschildern im Laden. Die Mitarbeiter haben in Workshops gelernt, Storytelling als Methode in unterschiedlichen Gesprächssituationen zu nutzen.

Der Geschäftsführer schmunzelte noch anfangs. Bis sich erste Erfolge zeigten. Im Verkauf an Großkunden und Kunden, die im Laden Blumen kauften. Höhere Preise erzielt wurden. Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern stieg, die nun noch stolzer auf ihre Arbeit waren, weil sie wertgeschätzt wurden. Kunden erfuhren mehr über das Unternehmen. Das waren emotionale Momente. Ein paar Sätze und Bilder mit einer kurzen Story dazu erzeugen Emotionen und schaffen Klarheit.“

„Klarheit?“ hörte ich leise am anderen Ende der Leitung.

 

Klarheit schaffen 

Ich erwiderte: „Storytelling schafft Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Klarheit ist danach das Ergebnis, etwa zum Kauf von Produkten, für eine Zusammenarbeit, oder um weiter im Gespräch zu bleiben. Sie haben mir gerade einige Zeit zugehört. Es stellt sich nicht die Frage, ob Sie Geschichten brauchen. Auch nicht die Überlegung, ob Sie jetzt womöglich keinen Bedarf haben. Es stellt sich höchsten die Frage, welchen Preis Sie zahlen, wenn Sie keine Geschichten erzählen?“

Nach einigen Sekunden des Schweigen hörte ich dann: „Dazu kann ich Ihnen nur Recht geben. Deshalb wollen wir Storytelling im Unternehmen einmal kennen lernen.“

Meine Antwort darauf fiel kurz aus: „Dann vereinbaren wir einen Termin.”

 

Und wir haben einen Termin vereinbart und ich konnte einen Workshop für den Vertrieb abhalten. Aber was war passiert? Die kurze Story hat viele mögliche Einwände vorab entkräften können. Storytelling ist eine gute Methode, ein Zugang, mit der Sie Einwände wie „keine Zeit“, „zu teuer“, „keinen Bedarf“ und so weiter in Form von Geschichten aus der Kundensicht entschärfen können. Warum? Weil Sie damit Zuhörer mit auf eine gedanklich Reise nehmen und am Ende eine Botschaft setzen können. 

 

Fazit

Um Storytelling für Ihre Glaubwürdigkeit anzuwenden, brauchen Sie Mut, Neues auszuprobieren und vor allem die innere Einstellung, im Business Geschichten zu erzählen. Wenn jetzt Ihr innerer Krieger sprechen sollte und Ihnen ins Ohr flüstert, schön Herr Egger, aber dafür haben wir keine Zeit, dann denken Sie einfach über folgenden Sachverhalt nach: Wenn Sie in Meetings, Verkaufsgesprächen, oder Mitarbeitergesprächen zehn Tagespunkte, 10 Produktmerkmale, 10 Vorteile oder 10 Ziele fürs nächste Jahr besprechen, ob wirklich alle 10 davon jeweils bei allen Beteiligten ankommen? Und zwar so ankommen, dass Sie auch nicht wieder gleich bis zum nächsten Mal vergessen werden. Was bleibt vom Gesagten wirklich hängen? Eine Geschichte verpackt die Inhalte diese 10 Punkte mit großer Wahrscheinlichkeit so, dass Sie das Gesagte auch noch später nacherzählen können und verarbeitet haben. 

 

Wenn Sie jetzt Storytelling im Unternehmen kennenlernen und erfolgreich einsetzen wollen, dann nehmen Sie Kontakt auf oder schreiben einfach an office@erfolgszeiten.at.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.