Gelebte Arbeitgebermarken schlagen Fluktuation

Wenn die Hälfte aller österreichischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Studien zufolge, sich vorstellen kann, heuer den Arbeitgeber zu wechseln, stellt sich die einfache Frage: Warum? Was machen andere Menschen anders, dass sie nicht ihren Arbeitgeber wechseln wollen? Warum wollen sie bleiben? Monetäre Gründe sollten es nicht mehr sein. Was ist es dann?

Anstatt sich also zu fragen, wie viele Gratis-Cafés und Obstkörbe noch verteilt werden, könnten sie sich fragen, warum ihre Mitarbeiter bleiben!

Viele Unternehmen versuchen sich in der Mitarbeitersuche mit Employer Branding Kampagnen zu übertrumpfen und fokussieren sich im Endeffekt einer Umfrage nach wenig auf die eigenen Mitarbeiter. Wenn da nicht noch andere Unternehmen wären, die gar keine Mitarbeiter suchen müssen. Und sie werden es erahnen: Die auch keine Mitarbeiter verlieren. Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, sind weniger motiviert und sind wohl weniger am Erfolg des Unternehmens, sondern eher an ihrem Überleben im Unternehmen interessiert. Auch dazu gibt es viele Studien.

 

Gelebte Arbeitgebermarke – Ein Zugang mit Mehr-Wert

Wie wäre es, wenn sie in einem Unternehmen arbeiten würden, wo Wertschätzung, Selbstverwirklichung und gelebte Werte vorhanden sind? Wo sie einmal auch nicht so gut gelaunt zur Arbeit gehen können? Wo sie Mensch bleiben können? Wenn Freude und Spaß möglich sind? Sie so geführt werden, dass sie gerne mit anpacken und auch bei der Arbeit für andere mitdenken? Wert auf Führung gelegt wird? Sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können?

Dies nenne ich eine gelebte Arbeitgebermarke. Damit gewinnen sie Mitarbeiter und verlieren nicht wortwörtlich die Hälfte davon. Es ist die Kombination von Employer Branding im Außen und gelebten Werten im Inneren und Wertschätzung, die ein Unternehmen zur Marke machen.

Gratulieren Sie Mitarbeiter zum 50igsten Arbeitstag und nicht nur zum 10 Jahresjubiläum. Gestalten sie ein Motto der Woche. Lassen sie andere an ihrem Wissen teilhaben. Lachen Sie. Hängen sie ein Schild auf ihre Tür mit der Aufschrift „Jammerer draußen bleiben. Heute sind nur Helden willkommen.“ Oder noch besser: Lassen sie einmal die Türe offen. Leben sie ihre Werte und Leitbilder und hängen sie diese nicht als leere Versprechen an die Wand. Es gibt so viele Möglichkeiten, damit Mitarbeiter nicht gehen (müssen). Zuhören, Motivation und Anerkennung wären einmal ein Anfang.

 

Viel Luft nach oben

Es ist noch enorm viel Potential zur Mitarbeitergewinnung und -bindung vorhanden. Fluktuation noch immer bei vielen Unternehmen überproportional vorhanden. Gelebte Arbeitgebermarken schaffen Wohlbefinden, steigern Reputationen und damit mehr Umsatz im Unternehmen. Erste Erfolge sind bereits kurzfristig messbar, da eine Arbeitgebermarke letztlich nicht im außen, sondern im inneren eines Unternehmens entsteht.

 

Interesse an einem Austausch? Dann schreiben Sie Ihre Anliegen und klicken dafür HIER. Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar oder teilen den Beitrag, damit ihn auch andere interessierte Leser und Leserinnen erhalten können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.